Bibeltexte
- Matthäus 1,21 – Der Engel sagt zu Josef: Jesus wird sein Volk retten (von ihren Sünden).
- Matthäus 5,44 – „Liebt eure Feinde …“ (Bergpredigt).
- Sprüche 25,21–22 / Römer 12,20 – Dem Feind Gutes tun („Hunger/Durst … feurige Kohlen“).
- Markus 12,30–31 – Das größte Gebot: Gott lieben und den Nächsten wie wie dich selbst.
- 1. Johannes 4,14 – Jesus ist Retter der ganzen Welt.
- Johannes 1,11–13 – Er kam zu seinem Volk; Kinder Gottes werden durch „aus Gott geboren“ (Neugeburt).
- Johannes 15,9 – „Wie der Vater mich liebt, so liebe ich euch; bleibt in meiner Liebe.“
- Hesekiel 36,26 – Gott schenkt ein neues Herz und einen neuen Geist.
(Nico erwähnt außerdem die Rettung aus Ägypten/Schilfmeer und die 185.000 im assyrischen Heer als Beispiele, wie Gott früher befreit hat.)
Inhalt der Predigt
Nico startet sehr ehrlich: Er erzählt, wie sich „harmloses“ Shoppen (bei ihm vor allem über Amazon) zu einer Konsumsucht entwickelt hat – und dass hinter dem „Wer braucht das?“ eigentlich die tiefere Frage steckt: Wer braucht Befreiung? Sein Kernsatz zu Beginn: Innere Freiheit ist kostbarer als äußere Freiheit. Man kann äußerlich frei wirken – und innerlich trotzdem in Süchten, Bitterkeit, Neid, Stolz oder Unvergebenheit gefangen sein.
Dann nimmt Nico die Weihnachtsbotschaft ernst und wörtlich: Der Engel kündigt nicht nur „ein schönes Fest“ an, sondern Rettung: Jesus kommt, um von Sünde zu retten – also von einer Herrschaft, die uns von innen bestimmt. Nico erklärt das am historischen Beispiel: Zur Zeit Jesu litten die Juden unter römischer Gewalt und Übermacht. Viele erwarteten einen Messias, der Rom mit Macht stürzt. Doch Gottes Blick geht tiefer: Die politische Unterdrückung ist für ihn „Symptom“ – darunter liegt das größere Problem: die Herrschaft der Sünde, die Hass, Vergeltung und Härte in uns antreibt.
Von hier aus führt Nico in Jesu „unmögliche“ Forderung der Bergpredigt: Feinde lieben, segnen, Gutes tun, beten – statt zurückzuschlagen. Die Reaktion ist nachvollziehbar: „Das können wir nicht!“ Und genau da setzt Nico an: Ohne Gottes Veränderung geht das nicht. Wir brauchen Befreiung, weil die innere Stimme der Sünde genau das Gegenteil flüstert („Hass zurückgeben, beleidigen, vergelten“).
Praktisch macht Nico es mit Sprüche 25 / Römer 12: Wenn der Feind Hunger/Durst hat, gib ihm zu essen/zu trinken. Das ist nicht naiv, sondern eine geistliche Strategie: Böses mit Gutem vergelten, damit Gewissen berührt wird und Umkehr möglich wird – nicht durch Gewalt, sondern durch Liebe. Warum Liebe?
Weil Jesus das höchste Gebot so zusammenfasst: Gott lieben und den Nächsten lieben. Wenn Liebe das Größte ist, ist „nicht lieben können/wollen“ eine Kernstelle unseres Problems – und genau da will Jesus befreien.
Wichtig ist Nico: Diese Rettung gilt nicht nur „damals für Israel“, sondern für die ganze Welt – also auch für uns heute. Dann kommt sein stärkstes Beispiel für echte Veränderung: Simon der Zelot. Ein Mensch, der sehr wahrscheinlich aus einem Umfeld von Gewalt/Extremismus kam, wird Jünger Jesu. Nico beschreibt das als „Weihnachtswunder“: Neugeburt – Jesus zieht ins Herz ein und dreht ein Leben um 180 Grad.
Nico wird zum Schluss sehr persönlich und einladend: Jesus will nicht nur „in die Welt kommen“, sondern in dein Herz – gerade an die Stellen, wo du niemanden mehr hineinlässt (Misstrauen, Verletzungen, Isolation). Gott selbst verspricht ein neues Herz. Und Nico endet mit der Zusage aus Johannes 15: Jesus liebt uns mit derselben Liebe, mit der der Vater ihn liebt – und lädt ein, in dieser Liebe zu bleiben. Daraus entsteht echte Freiheit.
5 Kleingruppenfragen
- Nico sagt: „Innere Freiheit ist kostbarer als äußere Freiheit.“ Wo erlebst du bei dir „äußerlich okay – innerlich gebunden“ (z.B. Gewohnheiten, Gedanken, Gefühle)?
- Matthäus 5,44: Welche konkrete Person/Gruppe fällt dir schwer zu „segnen“ oder für sie zu beten – und was wäre ein erster kleiner Schritt in diese Richtung?
- Sprüche 25 / Römer 12: Wie könnte „dem Feind Gutes tun“ heute praktisch aussehen (Wort, Handlung, Haltung) – ohne dich selbst kaputt zu machen?
- Johannes 1,11–13: Nico unterscheidet „Wer braucht Weihnachten?“ und „Wem nützt Weihnachten?“ Woran merkst du, dass Jesus nicht nur „Thema“, sondern wirklich „im Herzen aufgenommen“ ist?
- (Auch die negative Seite bedenken), Welche Ausrede oder welcher Widerstand lebt in dir, wenn es um Befreiung geht: „Ich brauche das nicht“, „Das klappt bei mir nie“, „Der andere hat’s nicht verdient“ – und was macht diese Haltung langfristig mit dir?