Predigttext Philemon 4–7
Zusammenfassung der Predigt
In dieser Predigt geht es um Verletzung, Schuld und Vergebung. Jeder Mensch erlebt es, dass er von anderen verletzt wird. Oft gibt es eine Person, die besonders wehgetan hat. Die Predigt stellt die Frage: Was machen wir mit unserem Recht, wenn wir verletzt wurden?
Paulus schreibt einen persönlichen Brief an Philemon. Philemon ist ein guter Mensch, ein glaubender Christ, hilfsbereit und großzügig. Trotzdem hat er ein Problem: Er kann einem Menschen nicht vergeben, der ihm großes Unrecht getan hat. Sein Sklave Onesimus ist weggelaufen und hat Schuld auf sich geladen.
Paulus macht deutlich: Philemon ist nicht der Böse. Er wurde verletzt und hat Rechte. Aber für Menschen, die Jesus vertrauen wollen, ist entscheidend, was sie mit diesen Rechten tun. Vergebung bedeutet nicht, dass Schuld klein geredet wird. Vergebung heißt, die Schuld ehrlich anzuschauen und sie Jesus zu übergeben.
Paulus bittet Philemon, Onesimus wieder aufzunehmen, so wie er Paulus selbst aufnehmen würde. Er bietet an, für die Schuld von Onesimus zu bezahlen. Das zeigt, was Jesus für uns tut. Jesus nimmt Menschen auf, bevor sie sich bewährt haben. Diese Gnade macht frei und schafft Raum für Veränderung.
Fünf praktische Anwendungsbeispiele für Familien
- Wenn dein Kind sich unfair behandelt fühlt, höre zuerst zu und nimm den Schmerz ernst.
- Erzähle deinem Kind von einer Situation, in der dir vergeben wurde.
- Hilf deinem Kind, Jesus von einem Streit oder einer Verletzung zu erzählen.
- Übt gemeinsam, Schuld ehrlich zu benennen, ohne Ausreden.
- Betet zusammen und legt eine schwierige Situation bewusst in Jesu Hände.
Vier Reflexionsfragen für Gespräche mit Kindern
- Wer hat dich in letzter Zeit traurig oder wütend gemacht?
- Was fühlst du, wenn jemand sagt: Es tut mir leid?
- Warum ist Vergeben manchmal schwer?
- Was glaubst du, wie Jesus mit Menschen umgeht, die Fehler machen?

