Alive | CZA Christliches Zentrum Amberg

6. Willst du es hören?

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Teil 6 der Serie “Anker”

Predigt-Zusammenfassung

Gottfried startet sehr persönlich: Vor ungefähr 20 Jahren begann eine schwere Familienkrise damit, dass er nicht hören wollte. Menschen warnten ihn – sogar jemand, der „respektabel“ war – aber verletzte Beziehungen, Stolz („Ich weiß es besser“) und innere Abwehr machten ihn taub. Rückblickend erkennt er: Wir stellen durch Entscheidungen Weichen, deren Folgen wir oft erst Jahre später sehen. In der Krise merken wir dann: „Dort bin ich falsch abgebogen.“

Damit leitet Gottfried in den Bibeltext aus der Apostelgeschichte über: Die Bibel nimmt sich auffallend viel Raum (Apg 27–28), um eine Krise zu schildern, die genau so beginnt: Man will nicht hören. Er beschreibt einen typischen „Loop“ im Leben: Aufschwung → Plateau (eigentlich Zeit zu hören) → Verdrängen → Verhandeln/Aktionismus → Resignation/Depression → „Gibt es noch Rettung?“ Genau hier will Gottfried ansetzen: Nicht jede Stimme ist richtig – aber es gibt Menschen, die uns lieben und deren Rat wir wenigstens ernsthaft prüfen sollten. Oft hören wir aber nicht, weil es laut ist oder weil wir innerlich nicht wollen.

Die biblische Geschichte: Paulus warnt – und man hört nicht

Gottfried erzählt den Rahmen: Paulus ist Gefangener, soll nach Rom, und die Fahrt wird im Winter gefährlich. Paulus warnt klar:

Dann kommt der Sturm:

Gottfried macht daraus ein Lebensbild: Wenn wir nicht hören, beginnt oft ein hektisches „Verhandeln“ mit Gott oder dem Schicksal („Wenn das vorbeigeht, dann…“), aber es ersetzt nicht Umkehr und Vertrauen.

„Ihr hättet hören sollen“ – und trotzdem: Gott spricht Rettung zu

Paulus hält ihnen den Spiegel vor:

Doch selbst danach bleibt Angst und Fluchtimpuls. Einige wollen heimlich das Schiff verlassen. Paulus sagt unmissverständlich:

Der Schlüssel: „Ihr müsst euch stärken“

Für Gottfried ist der zentrale Satz:

Dann das starke Zeichen:

Sogar Details unterstreichen die Größe des Moments:

Am Ende geht das Schiff tatsächlich verloren – aber Gottes Wort stimmt:

Diagnose und Entscheidung

Zum Schluss nimmt Gottfried den Blick auf „Rom“ und eine harte Diagnose:

Damit stellt Gottfried die Frage an uns: Willst du (neu) entscheiden, zu hören – auch wenn du schon „unten“ bist? Er lädt ein, das im Gebet und im abschließenden Lied festzumachen: „Vater, ich komme – heile mich – gib mir Worte des ewigen Lebens.“

5 Fragen für Kleingruppen

  1. Wo stehst du gerade in diesem „Loop“ (Aufschwung – Plateau – Verdrängen – Verhandeln – Resignation)? Woran merkst du das konkret im Alltag?
  2. Welche Warnstimme (Gott, Bibel, Menschen, Gewissen) hast du in letzter Zeit eher „weggeschoben“ – und was wäre ein kleiner Schritt, sie jetzt doch ernsthaft zu prüfen?
  3. Paulus sagt: „Ihr müsst euch stärken, wenn ihr gerettet werden wollt“ (Apg 27,34). Was bedeutet „sich stärken“ bei dir ganz praktisch (Wort Gottes, Gebet, Gemeinschaft, Abendmahl, Ruhe, Hilfe annehmen)?
  4. Negative Seite mitbedenken: Wo könnte dein „Nicht-hören-wollen“ (Stolz, Verletzung, Trotz, Angst) gerade dabei sein, eine Weiche zu stellen, die später schmerzhaft wird – und was wäre heute ein mutiger Kurswechsel?
  5. In Apg 27 ging das Schiff verloren, aber alle wurden gerettet (Apg 27,22.43–44). Welche „Verluste“ müsstest du vielleicht akzeptieren, um dennoch frei weiterzugehen – und woran würdest du erkennen, dass Gott dich trotzdem trägt?

Drei motivierende Sätze zum Abschluss

Manchmal beginnt eine Krise nicht mit dem Sturm, sondern mit dem Moment, in dem wir nicht hören wollen. Gott kann dich selbst dann noch retten und neu ausrichten, wenn „das Schiff“ schon verloren scheint. Hör dir die Predigt an – und nimm den Satz mit: „Du musst dich stärken, wenn du gerettet werden willst.“