Predigt-Zusammenfassung
Rückkehr zur ersten Liebe – Volle Kraft, Teil 6
Zusammenfassung
Nico eröffnet die Predigt mit einer persönlichen Geschichte aus seiner Fitnessstudio-Zeit: Wachstum kann stagnieren – und was im Körperlichen gilt, gilt genauso im Geistlichen. Man kann beten, Bibel lesen und jeden Sonntag in die Gemeinde gehen – und trotzdem innerlich stagnieren. Die erste Liebe zu Jesus kann schleichend verloren gehen, ohne dass man es bewusst bemerkt.
Anhand der Gemeinde in Ephesus zeigt Nico diesen Prozess eindrücklich: Der Apostel Paulus lobt sie enthusiastisch für ihren lebendigen Glauben und ihre Liebe zu allen Heiligen (Eph 1,15–16). 30 Jahre später schreibt Jesus selbst ihr einen Brief durch den Apostel Johannes – erneut voller Lob für ihre Treue, Ausdauer und guten Werke. Doch dann kommt die Wendung: „Ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast“ (Offb 2,4). Jesus öffnet sein Herz: Er fühlt sich verlassen. Eine Nachfolge ohne Liebe ist kein echtes Verhältnis – sie ist ein leeres Arbeitsverhältnis.
Jesus gibt der Gemeinde drei konkrete Schritte zurück: Erinnere dich, wie es am Anfang war. Tue Buße – kehre um. Tue die ersten Werke wieder – und diese beginnen mit dem einfachsten Bekenntnis: „Jesus, ich liebe dich.“ Diese Liebe soll sich dann auch in der Liebe zu den Menschen ausdrücken, denn was immer wir für den Geringsten tun, tun wir für Jesus selbst (Mt 22,37–39).
Bibelstellen:
- Epheser 1,15–16 – Paulus dankt für Glauben und Liebe der Epheser
- Offenbarung 2,2–5 – Jesu Brief an die Gemeinde in Ephesus
- 1. Korinther 13,1–3 – Ohne Liebe bin ich nichts
- Matthäus 22,37–39 – Das erste und größte Gebot: Gott lieben
Fragen zum Weiterdenken
- Wann hast du zuletzt wirklich gespürt, dass du Jesus liebst – nicht nur dienst? Was hat sich seitdem in deiner Beziehung zu ihm verändert?
- Nico beschreibt Stagnation im Glauben als „schleichenden Prozess“. Woran merkst du persönlich, wenn du anfängst abzudriften – was sind deine ersten Warnsignale?
- Jesus sagt der Gemeinde in Ephesus: „Ich fühle mich verlassen.“ Wie verändert dieser Gedanke deinen Blick auf deine eigene Glaubenspraxis – Gebet, Gottesdienst, Bibellesen?
- Paulus schreibt: Ohne Liebe bin ich nichts – selbst wenn ich Berge versetzen könnte (1Kor 13). Welche Aktivitäten in deinem Glaubensleben machst du vielleicht routinemäßig, ohne sie wirklich aus Liebe zu Jesus zu tun?
- Nico lädt ein, Jesus täglich „Ich liebe dich“ zu sagen. Was fühlt sich dabei vertraut an – und was eher ungewohnt? Wie könnte das deinen Alltag konkret verändern?

