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Predigt

3. Wir brauchen Weihnachten

Teil 3 der Serie “Wer braucht Weihnachten?”

Bibeltexte

  • Matthäus 1,21 – Der Engel sagt zu Josef: Jesus wird sein Volk retten (von ihren Sünden).
  • Matthäus 5,44 – „Liebt eure Feinde …“ (Bergpredigt).
  • Sprüche 25,21–22 / Römer 12,20 – Dem Feind Gutes tun („Hunger/Durst … feurige Kohlen“).
  • Markus 12,30–31 – Das größte Gebot: Gott lieben und den Nächsten wie wie dich selbst.
  • 1. Johannes 4,14 – Jesus ist Retter der ganzen Welt.
  • Johannes 1,11–13 – Er kam zu seinem Volk; Kinder Gottes werden durch „aus Gott geboren“ (Neugeburt).
  • Johannes 15,9 – „Wie der Vater mich liebt, so liebe ich euch; bleibt in meiner Liebe.“
  • Hesekiel 36,26 – Gott schenkt ein neues Herz und einen neuen Geist.
    (Nico erwähnt außerdem die Rettung aus Ägypten/Schilfmeer und die 185.000 im assyrischen Heer als Beispiele, wie Gott früher befreit hat.)

Inhalt der Predigt

Nico startet sehr ehrlich: Er erzählt, wie sich „harmloses“ Shoppen (bei ihm vor allem über Amazon) zu einer Konsumsucht entwickelt hat – und dass hinter dem „Wer braucht das?“ eigentlich die tiefere Frage steckt: Wer braucht Befreiung? Sein Kernsatz zu Beginn: Innere Freiheit ist kostbarer als äußere Freiheit. Man kann äußerlich frei wirken – und innerlich trotzdem in Süchten, Bitterkeit, Neid, Stolz oder Unvergebenheit gefangen sein.

Dann nimmt Nico die Weihnachtsbotschaft ernst und wörtlich: Der Engel kündigt nicht nur „ein schönes Fest“ an, sondern Rettung: Jesus kommt, um von Sünde zu retten – also von einer Herrschaft, die uns von innen bestimmt. Nico erklärt das am historischen Beispiel: Zur Zeit Jesu litten die Juden unter römischer Gewalt und Übermacht. Viele erwarteten einen Messias, der Rom mit Macht stürzt. Doch Gottes Blick geht tiefer: Die politische Unterdrückung ist für ihn „Symptom“ – darunter liegt das größere Problem: die Herrschaft der Sünde, die Hass, Vergeltung und Härte in uns antreibt.

Von hier aus führt Nico in Jesu „unmögliche“ Forderung der Bergpredigt: Feinde lieben, segnen, Gutes tun, beten – statt zurückzuschlagen. Die Reaktion ist nachvollziehbar: „Das können wir nicht!“ Und genau da setzt Nico an: Ohne Gottes Veränderung geht das nicht. Wir brauchen Befreiung, weil die innere Stimme der Sünde genau das Gegenteil flüstert („Hass zurückgeben, beleidigen, vergelten“).

Praktisch macht Nico es mit Sprüche 25 / Römer 12: Wenn der Feind Hunger/Durst hat, gib ihm zu essen/zu trinken. Das ist nicht naiv, sondern eine geistliche Strategie: Böses mit Gutem vergelten, damit Gewissen berührt wird und Umkehr möglich wird – nicht durch Gewalt, sondern durch Liebe. Warum Liebe? 

Weil Jesus das höchste Gebot so zusammenfasst: Gott lieben und den Nächsten lieben. Wenn Liebe das Größte ist, ist „nicht lieben können/wollen“ eine Kernstelle unseres Problems – und genau da will Jesus befreien.

Wichtig ist Nico: Diese Rettung gilt nicht nur „damals für Israel“, sondern für die ganze Welt – also auch für uns heute. Dann kommt sein stärkstes Beispiel für echte Veränderung: Simon der Zelot. Ein Mensch, der sehr wahrscheinlich aus einem Umfeld von Gewalt/Extremismus kam, wird Jünger Jesu. Nico beschreibt das als „Weihnachtswunder“: Neugeburt – Jesus zieht ins Herz ein und dreht ein Leben um 180 Grad.

Nico wird zum Schluss sehr persönlich und einladend: Jesus will nicht nur „in die Welt kommen“, sondern in dein Herz – gerade an die Stellen, wo du niemanden mehr hineinlässt (Misstrauen, Verletzungen, Isolation). Gott selbst verspricht ein neues Herz. Und Nico endet mit der Zusage aus Johannes 15: Jesus liebt uns mit derselben Liebe, mit der der Vater ihn liebt – und lädt ein, in dieser Liebe zu bleiben. Daraus entsteht echte Freiheit.

5 Kleingruppenfragen

  1. Nico sagt: „Innere Freiheit ist kostbarer als äußere Freiheit.“ Wo erlebst du bei dir „äußerlich okay – innerlich gebunden“ (z.B. Gewohnheiten, Gedanken, Gefühle)?
  2. Matthäus 5,44: Welche konkrete Person/Gruppe fällt dir schwer zu „segnen“ oder für sie zu beten – und was wäre ein erster kleiner Schritt in diese Richtung?
  3. Sprüche 25 / Römer 12: Wie könnte „dem Feind Gutes tun“ heute praktisch aussehen (Wort, Handlung, Haltung) – ohne dich selbst kaputt zu machen?
  4. Johannes 1,11–13: Nico unterscheidet „Wer braucht Weihnachten?“ und „Wem nützt Weihnachten?“ Woran merkst du, dass Jesus nicht nur „Thema“, sondern wirklich „im Herzen aufgenommen“ ist?
  5. (Auch die negative Seite bedenken), Welche Ausrede oder welcher Widerstand lebt in dir, wenn es um Befreiung geht: „Ich brauche das nicht“, „Das klappt bei mir nie“, „Der andere hat’s nicht verdient“ – und was macht diese Haltung langfristig mit dir?
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