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Predigt

6. Auf dem Weg nach Emmaus

Teil 6 der Serie ALIVE

Predigt Zusammenfassung

Gottfried erzählte zu Beginn von einem persönlichen Erlebnis: Vor 13 Jahren saßen er und Irmgard an einem Tisch in Schweden und beteten ein ehrliches Gebet – kein frommes Programm, sondern ein schlichtes: „Herr, wir machen nichts mehr. Aber wenn du eine Tür aufmachst, wären wir bereit durchzugehen.“ Dieser Moment wurde zum Ausgangspunkt einer nachhaltigen Transformation.

Von dort führte Gottfried zur Emmausgeschichte aus Lukas 24: Zwei Jünger – wahrscheinlich das Ehepaar Kleopas und Maria – gehen desillusioniert nach Hause. Sie haben aufgegeben. Jesus kommt zu ihnen hinzu, aber sie erkennen ihn nicht. Statt sie sofort zu belehren, fragt er: „Worüber redet ihr?“ Er hört zu. Er lässt sie ausreden.

Die zentrale Aussage der Predigt: Auferstehungskraft sucht keine Sieger, sondern Erschöpfte. Sie beginnt nicht mit Glaubensstärke, sondern mit Ehrlichkeit. Als Kleopas und Maria ehrlich sagen: „Wir hatten gehofft“ – in diesem Geständnis beginnt die Transformation. Gottfried betonte auch: Die Auferstehungskraft fängt nicht nach der Krise an, sondern mitten in ihr. Dann führte er durch Psalm 22 und zeigte, wie die gesamte hebräische Bibel (Torah, Nevi’im, Ketuvim) auf Jesus hinweist – was Jesus selbst den beiden auf dem Weg erklärte.

Bibelstellen dieser Predigt:

  • Lukas 24,13–35 (Emmausgeschichte)
  • Psalm 22,1.9.19 (Prophetie auf Jesu Kreuzigung)
  • Johannes 19 (Maria, Frau von Kleopas; das Obergewand)
  • Galater 3,3 (Im Geist angefangen, aus eigener Kraft vollenden?)

Fragen zum Weiterdenken

  1. Gottfried unterscheidet „kosmetische Veränderung“ von „Transformation durch Auferstehungskraft“. Was wäre in deinem Leben gerade eine echte Transformation – und was nur ein neuer Anstrich?
  2. „Wir hatten gehofft“ ist vielleicht einer der ehrlichsten Sätze im Neuen Testament. Gibt es in deinem Leben ein „Wir hatten gehofft“, das du noch nicht ausgesprochen hast – auch nicht vor Gott?
  3. Jesus frägt zuerst: „Worüber redet ihr?“ – und hört dann einfach zu. Was würde es in deinen Beziehungen verändern, wenn du öfter so reagierst, statt sofort mit Ratschlägen zu kommen?
  4. Gottfried sagt: Auferstehungskraft beginnt nicht dort, wo wir stark sind, sondern dort, wo wir ehrlich sind. Wie fällt dir das? Widerspricht das deinem Bild von Glauben – oder bestätigt es etwas, das du schon länger ahnte?
  5. Die beiden Jünger gehen nach Hause – ein klassisches „regressives Verhalten“ in der Krise. In welche alten Muster oder Rückzugsorte flüchtest du dich, wenn es dir nicht gut geht? Was könnte es bedeuten, stattdessen offen auf Jesus zu warten?
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