Livestream jeden Sonntag um 10 und 19 Uhr  

Predigt

3. Im Sturm verankert

Teil 3 der Serie “Anker”

Bibeltexte

  • Markus 1,10–11: „… da sah er den Himmel über sich zerrissen. … Und eine Stimme aus dem Himmel ertönte: Du bist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.
  • 1. Johannes 3,1: „Seht, welche eine Liebe der Vater uns erwiesen hat, dass auch wir Kinder Gottes genannt werden sollen.“
  • Lukas 15,7: „… so wird auch im Himmel Freude herrschen über einen Sünder, der umkehrt.“
  • Hebräer 13,8: „(Gott ist) derselbe gestern, heute und in Ewigkeit.“
  • 2. Korinther 5,17: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“

Zusammenfassung der Predigt

Nico beginnt mit einer Geschichte aus dem Familienbesuch: Ein sechsjähriger Junge „lebt“ nach Filmen (z.B. König der Löwen) so stark in Rollen, dass er sich wie sein Held verhält. Nico nutzt das als Einstieg in die Frage, die uns alle betrifft: „Wer bin ich eigentlich?“ Kinder suchen Identität offen – Erwachsene oft versteckter, aber genauso stark.

Dann macht Nico klar, warum Identität so entscheidend ist: Viele bauen sie auf Dinge wie Beruf, Besitz, Reichtum, Erfolg, Schönheit oder Ansehen. Das Problem: All das kann wegbrechen. Wenn die Identität daran hängt, wird das Fundament wacklig – und dann drohen Identitätskrisen, Selbstwert bricht ein, Lebenssinn gerät ins Wanken.

Die Lösung beschreibt Nico mit drei Worten: Eine tragfähige Identität muss unveränderbar, unerschütterlich und unverlierbar sein. Und genau so eine Identität gibt es – in Gott. Nico zeigt das an Jesu Taufe: In Markus 1,10–11 ist es kein „leises Öffnen“, sondern der Himmel wird zerrissen; die Stimme „ertönt“ so kraftvoll, dass es jeder mitbekommt. Gott sagt nicht nur „Sohn“, sondern auch: „geliebt“ und „Wohlgefallen“.

Aus diesem Moment zieht Nico einen sehr praktischen Impuls: Väter (und Eltern) sollen ihren Kindern Liebe und Wohlgefallen aussprechen – nicht denken „die wissen das schon“. Kinder müssen es hören. Und dann kommt der große Schritt: Gott meint das nicht nur für Jesus. Mit 1. Johannes 3,1 sagt Nico: Diese Liebe gilt auch uns – wir dürfen Kinder Gottes heißen.

Nico verbindet das mit der Taufe: Wenn wir getauft werden, werden wir in Jesus „hineingetaucht“, mit ihm verbunden – darum gilt: Was Gott über Jesus ausspricht, gilt auch über dir. Auch wenn du bei deiner Taufe kein „Spektakel“ gesehen hast: Nico sagt, im Himmel war trotzdem „Feuerwerk“ – Freude über einen Menschen, der umkehrt (Lukas 15,7).

Diese Identität wirkt wie ein Gegengewicht zu inneren und äußeren Stimmen, die klein machen („du bist nichts wert“, „nicht genug“, „nicht angenommen“). Nico nennt „Kind Gottes“ das stärkste Argument, um solchen Gedanken zu widersprechen: „Doch, ich bin wertvoll – ich bin geliebt – Gott hat Wohlgefallen an mir.“

Warum ist das so stabil? Weil Gott stabil ist: Hebräer 13,8 – Gott ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit. Wenn Gott sich nicht ändert, ändert sich auch seine Meinung über dich nicht, selbst wenn sich Beruf, Beziehungen oder Ansehen ändern.

Ein weiterer Schwerpunkt: Der Zeitpunkt. Nico betont: Gott spricht Jesus diese Identität bevor Jesus predigt, Wunder tut oder „leistet“. Das befreit vom Druck der Leistungsgesellschaft: Gott sagt nicht nur „Wohlgefallen an deinem Tun“, sondern „Wohlgefallen an dir“ – sogar dann, wenn du gerade „gar nichts machst“.

Am Ende wird Nico persönlich: Als er neu im Glauben war, hat ihn die Wahrheit, dass Gott uns als Kinder Gottes ansieht, so tief getroffen, dass er weinte – und er rief extra einen Freund an, um sicherzugehen. Dann macht Nico klar: Das ist nicht nur ein Titel, sondern eine neue Wirklichkeit. Mit 2. Korinther 5,17 sagt er: In Christus sind wir neu geworden. Und die Taufe beschreibt er nicht als Leistung, sondern als etwas, das wir zulassen: Gott wirkt – wir lassen uns reinigen und erneuern.

Nico schließt mit einer Einladung: Komm zu Jesus, komm zum Vater – so wie du bist, auch mit Schuld und gebrochener Identität, und lass dich erneuern.

5 Fragen für die Kleingruppe

  1. Welche „Rollen“ (Beruf, Leistung, Aussehen, Anerkennung, Besitz …) prägen dein Gefühl von „Ich bin okay“ am stärksten – und was passiert mit dir, wenn diese Rolle wackelt?
  2. In Markus 1,10–11 nennt Gott Jesus „Sohn“, „geliebt“, „Wohlgefallen“. Welche dieser drei Aussagen fällt dir am schwersten, auf dich zu beziehen – und warum?
  3. Nico sagt: Gott hat Wohlgefallen an dir, nicht nur an deinem Tun. Wo würde dich das im Alltag konkret entlasten (z.B. Arbeit, Familie, Gemeinde, Selbstbild)?
  4. Auch negativ denken: Welche inneren Stimmen kennst du („nicht genug“, „nicht geliebt“, „nicht angenommen“)? Wie könntest du ihnen mit der Wahrheit „Kind Gottes“ praktisch widersprechen?
  5. Wenn 2. Korinther 5,17 stimmt („neu geworden“): Was wäre ein sichtbarer Schritt in dieser Woche, der zeigt, dass du mehr aus deiner gottgegebenen Identität lebst?

Drei motivierende Sätze zum Schluss

Gott reißt den Himmel auf, um klarzumachen: Du bist sein geliebtes Kind – und er hat Freude an dir.
Diese Predigt lohnt sich zum Nachhören, weil sie Leistungsdruck durch ein stabiles Fundament ersetzt: Identität, die niemand dir nehmen kann.
Wenn du zulässt, dass Gott dich erneuert, wird aus „Wer bin ich?“ ein ruhiges Wissen: „Ich gehöre zum Vater.“

Weitere Beiträge
Predigt

2. Den Anker ergreifen

Anker – die richtige Verbindung ist entscheidend Gottfried startet mit einer peinlich-ehrlichen Geschichte aus den USA: In einer riesigen Mall findet er…
Predigt

1. Die Hoffnung als sicherer und fester Anker

Bibeltexte Hebräer 10,23: „Ferner wollen wir unbeirrbar an der Hoffnung festhalten, zu der wir uns bekennen; denn Gott ist treu und hält,…
Predigt

4. Weihnachtsgottesdienst

Bleib am Ball!

Abonniere unseren Newsletter, um immer informiert zu sein, wenn sich was tut.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

de_DEGerman