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Predigt

4. Neue Ordnung

Teil 4 der Serie 70

Zum Weiterdenken

Mit Jesus fängt eine neue Zeit an.

Die Menschen sind fasziniert und kommen in Scharen, um Ihn zu hören (Lukas 4, 15-16) und doch wundern sie sich, denn das, was Er sagt, wurde noch nie so gesagt.                                           Eine neue Lehre (Markus 1, 27a)? Wie ist das zu verstehen, was dieser Jesus verkündet? Wie kann man Ihn einordnen?

Ist Er ein großer Prophet (Lk. 7, 16b)? Ist Er der Messias, der erwartete Befreier Israels?

Was Jesus predigt, bricht mit allen Traditionen! Mit allem, was den Juden heilig ist! Mit allem, was das Fundament ihres Lebens und ihres Glaubens darstellt.

„Selig sind die Armen“ (Lk. 6, 20)! Was? Armut ist doch ein Zeichen, dass man Gott verärgert hat.

„Selig sind die, die reinen Herzens sind“ (Mt. 5, 8)! Die, die aus Liebe und Ehrfurcht zu Gott handeln und ihr Leben mit Freude und Hingabe nach Ihm richten und so Licht für die Welt werden (Mt. 5, 14). Soll das Gesetz nicht mehr reichen? Soll das Gesetz seine Gültigkeit verlieren?

NEIN!

Jesus behauptet sogar in der Lage zu sein, das Gesetz zu erfüllen (Mt. 5, 17-18), damit Gott und Sein Volk endgültig wieder versöhnt sind.

Kein Tempel wird mehr nötig sein (Lk. 21, 22), kein striktes Befolgen von Regeln, denn Der, der gekommen ist, um Menschen aller Nationen wieder in Beziehung zum Vater zu bringen, ist größer als Tempel und Gesetz. Und Er fordert uns dazu auf, Seine Botschaft überall zu verkünden und Jünger zu gewinnen. Nicht, indem man ihnen Regelwerke beibringt, sondern indem man sie tauft auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes (Mt. 28, 18), damit zwischen Gott und Mensch eine Beziehung entsteht, bei der Jesus unser ständiger Begleiter ist (Mt. 28, 20).

Eine Beziehung kann man nicht pflegen, indem man Pflichten erfüllt. Eine Beziehung braucht Hingabe, Zeit, Bereitschaft Neues anzunehmen und zu verstehen.

Eine Beziehung zu Gott verlangt, dass wir bereit sind, uns auf Ihn einzulassen und Seine Gnade anzunehmen. So werden Seine Verheißungen auch für uns gelten.

Zum Nachdenken:

  • Wie sieht dein christliches Leben aus? Erfüllst du eine Pflicht oder berührt Gott dein Herz so, dass du dich freiwillig und mit Freude einbringst?
  • Hast du Menschen, die dich auf dem Weg der Nachfolge begleiten? Hast du eine Gemeinde? Eine Kleingruppe?
  • Möchtest du dein Leben nach Jesus ausrichten, immer und immer wieder?

Zusammenfassung: Lucia Martinetti

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