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Ostern 2021

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Wir feiern die Auferstehung von Jesus Christus! Das Thema Auferstehung ist immer wieder eine große Herausforderung. Immer vor einem Grab, bei einer Beerdigung kommt die Frage auf, was es bedeutet, dass Jesus auferstanden und der Tod überwunden ist, wenn man miterleiden muss, welch einen schmerzhaften Verlust, uns der Tod allen zufügt. Gleichzeitig ist die Auferstehung eine Große Quelle der Hoffnung und der Ermutigung, denn mit dem Tod ist doch nicht alles aus, sondern es gibt ein Leben nach dem Tod und Jesus Christus hat tatsächlich diesen Tod überwunden.

Wir möchten heute die Ostergeschichte anhand des Evangeliums nochmal betrachten und darüber hinaus Paulus, Petrus und Thomas „befragen“, wie sie diese Auferstehung erlebt haben und wie sie zum echten Glauben an den auferstandenen Jesus gefunden haben.

Die Botschaft der Auferstehung ist eine ganz wichtige und relevante Botschaft, auch heute. Sie spricht die tiefste Ängste unseres Herzes an: Wird alles gut ausgehen? Nimmt Gott meine Situation war? Kümmert Er sich darum? Erhört Er überhaupt Gebete? Wir bauen, wie viele viele Menschen vor uns, unsere Hoffnung auf der Tatsache, dass Christus auferstanden ist und dass Er lebt. Es war aber nicht immer so. Als Jesus vor 2000 Jahren starb, starben Glaube, Hoffnung und Liebe mit Ihm.

Als Jesus starb, glaubte niemand mehr, dass Er der Sohn Gottes sei, der Messias oder gar der Erlöser der Welt. Es gab keine Christen, weil es kein Christus gab, Es gab verwirrte Jüngern,aber keine Nachfolger Jesus. Keiner hatte vor, die Bewegung am Leben zu halten, den Traum weiter zu träumen. Sie mussten aus dem Tod Jesus schlussfolgern, Er sei nicht der, den Er gesagt hatte zu sein.

Jesus Lehre war nicht die treibende Kraft der Bewegung, sondern das, was Er behauptete zu sein: Gottes Sohn, mit der Autorität versehen, Sünden zu vergeben. Größer als Mose, größer als der Tempel, größer als den Sabbat. Die Jünger folgten Jesus nicht wegen, sondern trotzt seiner Lehre:

Johannes berichtet im 6. Kapitel wie nach  der Speisung von tausenden von Menschen mit nur wenigen Fischen und Broten, nachdem Jesus an der anderen Seite des Sees Genezareth angekommen war, eine neue Menschenmasse ihn zum König machen wollte, im Glauben, Er könnte ihre irdischen Bedürfnisse erfüllen. Als Er anfingt zu lehren, Er sei das Brot des Lebens, glaubten sie Ihm nicht. Die Menge erträgt nicht, was Jesus über sich sagt, fühlt sich belogen und beleidigt und verlässt Ihn.

Johannes 6, 66-67 (NGÜ): „66 Von da an zogen sich viele seiner Jünger von ihm zurück und begleiteten ihn nicht mehr. 67 Da fragte Jesus die Zwölf: »Wollt ihr etwa auch weggehen?«

Petrus antwortet nicht:“ Herr keiner lehrt so gut wie Du, wir haben so viel gelernt, deine Inhalte sind fesselnd….. „ Nein, Petrus sagt:

Johannes 6, 68-69 (NGÜ):68 »Herr, zu wem sollten wir gehen?«, antwortete Simon Petrus. »Du hast Worte, die zum ewigen Leben führen, 69 und wir glauben und haben erkannt, dass du der Heilige bist, den Gott gesandt hat.“

Doch offensichtlich haben sich die Jünger geirrt. Sie dachten, dass der Sohn Gottes nicht einfach so von Menschen hingerichtet werden konnte, und doch sahen sie ihn sterben und alle gingen davon aus, dass Er auch tot bleiben würde. In ihren Berichten sind die Jünger ehrlich: sie haben alle aufgehört zu Glauben. Es gab kein Retter und es gab keine Gläubiger!

Doch dann geschah etwas. Der Morgen kam, der die Verheißung besiegelte. Sein totes Körper begann wieder zu atmen und der Tod hatte seinen Anspruch auf unser Leben verloren.

Deshalb ist das Osterfest so wichtig und so groß.

Die Auferstehung ist der Startschuss für die Bewegung gewesen, und diese Bewegung hat die Bibel hervorgebracht.

Der Glaube an Jesus Christus hat nicht mit Genesis begonnen, der Christliche Glauben begann mit der Auferstehung Jesus. Es gab keine Gläubigen bis nach der Auferstehung und die Bibel hat den Glauben nicht erschaffen, sondern die Auferstehung hat ihn erschaffen.

Woher wissen wir dann überhaupt von der Auferstehung? Wir wissen davon durch Zeugenberichte, durch die Erzählung von Menschen, die sie miterlebt haben. Mattheus, Markus, Lukas, Johannes, Petrus, Jakobus, Paulus…

Wir wissen nicht von der Auferstehung wegen der Bibel. Wir haben die Bibel wegen der Auferstehung, denn ohne die Tatsache, dass Jesus auferstanden ist, gäbe es keine Bibel. Und der einzige Grund, weshalb die Geschichte Jesus es wert war, erzählt zu werden, ist die Auferstehung.

Petrus erzählte sie über 30 Jahre lang, und in Rom, im Gefängnis, auf den Tod wartend, hat er Markus beauftragt, diese Geschichte nieder zu schreiben, damit wir sie auch heute noch hören können:

Markus 15, 42-47 (NGÜ):“42 Es wurde nun schon Abend, und es war Rüsttag, der Tag vor dem Sabbat, ´sodass die Zeit drängte`. 43 Da fasste sich Josef aus Arimatäa ein Herz, ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu. (Josef war ein angesehenes Mitglied des Hohen Rates, und er war einer von denen, die auf das Kommen des Reiches Gottes warteten.) 44 Pilatus war überrascht zu hören, dass Jesus schon tot sei. Er ließ den Hauptmann rufen und fragte ihn, ob Jesus wirklich bereits gestorben sei. 45 Als der Hauptmann es ihm bestätigte, überließ er Josef den Leichnam. 46 Josef kaufte ein Leinentuch, nahm Jesus vom Kreuz ab und wickelte ihn in das Tuch. Dann legte er ihn in ein Grab, das in einen Fels gehauen war, und wälzte einen Stein vor den Eingang des Grabes. 47 Maria aus Magdala und Maria, die Mutter des Joses, sahen zu ´und merkten sich`, wohin der Leichnam Jesu gelegt wurde.“

Markus 16, 1-7(NGÜ):“1 Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus, zusammen mit Salome wohlriechende Öle, um den Leichnam Jesu zu salben. 2 Sehr früh am nächsten Morgen machten sie sich auf den Weg zum Grab. Es war der erste Tag der neuen Woche, und die Sonne ging gerade auf, als sie dort ankamen. 3 Unterwegs hatten sie zueinander gesagt: »Wer wird uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen?« 4 Doch als sie jetzt davor standen, sahen sie, dass der Stein – ein großer, schwerer Stein – bereits weggerollt war. 5 Sie betraten die Grabkammer und sahen dort auf der rechten Seite einen jungen Mann in einem weißen Gewand sitzen. Die Frauen erschraken; 6 er aber sagte zu ihnen: »Ihr braucht nicht zu erschrecken! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte. 7 Geht nun zu seinen Jüngern und sagt zu ihnen, auch zu Petrus: ›Er geht euch nach Galiläa voraus. Dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch angekündigt hat.“

Die Frauen berichteten, was sie gesehen hatten. Petrus und die anderen Jünger gingen nach Galiläa und trafen den Auferstandenen am Strand.

Wenn du Jesus nachfolgst, so versichert dir Petrus noch heute, dass dein Glaube, deine Opferbereitschaft, deine Großzügigkeit, deine Liebe und deine Hoffnung nicht vergeblich sind, denn Jesus ist auferstanden. Es ist etwas geschehen, das die Sicht auf alles geändert hat.  Petrus und die Junger hatten keinen Glauben mehr, doch durch die Auferstehung haben sie verstanden, was Jesus ihnen gesagt hatte und geglaubt. Sie haben das Evangelium verbreitet, Gemeinden gegründet… Mit welcher Kraft? Wie konnte die Auferstehung damals die Herzen der Jünger  erfüllen und heute unsere Herzen? Ihr Leben und unser Leben verändern? Was brauchten sie, was brauchen wir, außer objektive und subjektive Wahrnehmungen, um zu erkennen was geschehen ist?

Johannes 20, 25 (NGÜ): „25 Die anderen erzählten ihm: »Wir haben den Herrn gesehen!« Thomas erwiderte: »Erst muss ich seine von den Nägeln durchbohrten Hände sehen; ich muss meinen Finger auf die durchbohrten Stellen und meine Hand in seine durchbohrte Seite legen. Vorher glaube ich es nicht.«“

Thomas braucht objektive und subjektive Erfahrungen, doch als er diese erlebt, ist etwas anderes, dass ihm Erkenntnis bringt: Glaube

Johannes 20, 26-28 (NGÜ): „26 Acht Tage später waren die Jünger wieder beisammen; diesmal war auch Thomas dabei. Mit einem Mal kam Jesus, obwohl die Türen verschlossen waren, zu ihnen herein. Er trat in ihre Mitte und grüßte sie mit den Worten: »Friede sei mit euch!« 27 Dann wandte er sich Thomas zu. »Leg deinen Finger auf diese Stelle hier und sieh dir meine Hände an!«, forderte er ihn auf. »Reich deine Hand her und leg sie in meine Seite! Und sei nicht mehr ungläubig, sondern glaube!« 28 Thomas sagte zu ihm: »Mein Herr und mein Gott!«“

Thomas sieht und fühlt den auferstandenen Herr und seine Wunden, doch das reicht nicht aus: Dazu kommt der Glaube: »Mein Herr und mein Gott!«

Eine Fähigkeit zu erkennen, dass Jesus von den Toten auferstanden ist, und das was die Auferstehung mit unserem Leben macht ist der Glaube.

Eine weitere Fähigkeit, die wir dazu brauchen, ist die Hoffnung. Paulus schreibt im 1 Brief an die Korinther, dass das wichtigste um zu erkennen, dass Jesus Christus von den Toten auferstanden ist, die Hoffnung ist. Weil Er uns Hoffnung gegeben hat:

Korinther 15, 19 (NGÜ):“19 Wenn die Hoffnung, die Christus uns gegeben hat, nicht über das Leben in der jetzigen Welt hinausreicht, sind wir bedauernswerter als alle anderen Menschen.“

Die dritte Fähigkeit die wir benötigen, die größte von allen, ist die Liebe. So sagt uns Petrus, dass er Jesus erkannt hat, dass er erkannt hat, dass Er auferstanden ist, als Jesus ihn fragte:“Liebst du mich?“

Johannes 21, 15-17 (NGÜ):“Als sie gegessen hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus: »Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als irgendein anderer hier?« Petrus gab ihm zur Antwort: »Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe.« Darauf sagte Jesus zu ihm: »Sorge für meine Lämmer!« 16 Jesus fragte ihn ein zweites Mal: »Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?« Petrus antwortete: »Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe.« Da sagte Jesus zu ihm: »Hüte meine Schafe!« 17 Jesus fragte ihn ein drittes Mal: »Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb?« Petrus wurde traurig, weil Jesus ihn nun schon zum dritten Mal fragte: »Hast du mich lieb?« – »Herr, du weißt alles«, erwiderte er. »Du weißt, dass ich dich lieb habe.« Darauf sagte Jesus zu ihm: »Sorge für meine Schafe!“

Indem du Jesus Christus liebst, beginnst du zu sehen, über den objektiven und subjektiven Befund hinaus, dass Jesus Christus von den Toten auferstanden ist. Für Petrus begann eine ganz neue Berufung, ein ganz neues Leben und du kannst es auch in deinem Leben spüren: Die Liebe, lässt dich Dinge erkennen, die nicht so offensichtlich sind, wie die guten Eigenschaften eines sonst schwierigen Menschen. Die Liebe macht nicht blind, sie öffnet die Augen!

Jesus hat das Reich Gottes auf Erde gebracht und jeder eingeladen, daran Teil zu nehmen.

Durch Ihn ist eine neue Wirklichkeit entstanden, das Alte ist vergangen, Neues ist geworden: der neue Mensch in Jesus Christus. Wir können das erkennen: Durch Glaube, Hoffnung und Liebe.

Lass dich neu auf Jesus ein und folge Ihm nach.

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