Zum Weiterdenken
„ … Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen …“
Mit dieser Bitte befasst sich die heutige Predigt, doch wie ist diese Bitte zu verstehen?
Gehen wir wirklich davon aus, Gott würde uns in Versuchung führen?
Gott tut so etwas nicht!
Nicht Er verführt uns zum Bösen; wir selbst tun das, indem wir uns unserer Gier, unseren Gelüsten, unserer Sehnsucht nach Erfüllung und Sicherheit und unseren Ängsten hingeben (Jakobus, 13-14).
Wir suchen Sicherheit und Zufriedenheit dort, wo dauerhaft keine ist und auf dieser Suche richten wir den Blick nur auf uns, auf das was wir wollen, auf das was uns fehlt.
Wir werden unfähig zu lieben, wir sind zu Großzügigkeit und Annahme, Mitgefühl und Vergebung unfähig.
Wenn wir aus den Fängen der Gier und der Selbstverherrlichung wollen, so müssen wir uns hingeben und anfangen, Jesus zu folgen:
Führe uns Herr! Führe mich, wohin du immer willst, nur nicht in Versuchung. Mach mich fähig, Deinen Weg zu gehen, auf Dich zu blicken, Dir nachzufolgen.
Erlöse uns! Erlöse mich von dem Bösen in mir, damit ich Dir immer ähnlicher werde und mein Herz lernt, in Einklang mit Deinem zu schlagen.
Damit Dein Wille und mein Wille eins werden können.
Zum Nachdenken:
- Wofür schlägt dein Herz? Was treibt dich und raubt dir den Frieden? Was ist dir wichtiger als deine Mitmenschen? Wofür investierst du mehr Zeit als in der Beziehung zu Gott?
- Wie oft fragst du dich, was du willst und brauchst und wie oft fragst du Gott, was Er von dir will?
- Wie leicht sagst du ja zu dir und deinen Bedürfnissen und wie oft bist du bereit, ja zu Gott zu sagen? Ja, ohne Einschränkungen, noch bevor du weißt, was Er von dir will? Ja! Weil Er dein Gott ist, der dich in die Freiheit führen will?