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Persönliche Entwicklung

Glaubensimpuls #20 – Hat das Leid in unserem Leben einen Sinn?

Diese Frage, ist eine sehr tiefgehende und herausfordernde Frage, deswegen bin ich auch so dankbar, dass du dich mit dieser Frage auseinandersetzen möchtest, und sie nicht gleich mit einem „Nein“ abgestempelt hast.
Dies zeigt, dass du offen bist und Glauben dafür hast, dass doch vielleicht ein tieferer Schatz in dem Leid in unserem Leben verborgen ist.
Und diesen Schatz möchte ich mit dir in diesem Glaubensimpuls finden.

Ich möchte dir gleich zu Beginn eine verblüffende, aber zugleich 100 % wahre Aussage vor Augen führen, die der Apostel Paulus in einem seiner Briefe in der Bibel geschrieben hatte, während er selbst unter extremer Verfolgung aufgrund seines Glaubens an Jesus gelitten hatte.
Und wenn es einen Mann gab, der in seinem Leben unerträgliches Leid erlebt hatte, dann der Apostel Paulus. Der häufig in Gefängnissen eingesperrt war, öfters in Todesgefahren sich befand, fünfmal 39 Schläge empfangen hatte, dreimal mit Ruten geschlagen wurde, einmal gesteinigt worden ist, dreimal Schiffbruch erlitten hatte, oftmals Hunger und Durst erduldete, und häufig der Kälte und Blöße ausgesetzt war.
Doch als Antwort auf die Frage, „welchen Sinn sein Leid hatte“ sagte er:

8Das ist mir klar geworden:
Gegenüber dem unvergleichlichen Gewinn, dass Jesus Christus mein Herr ist,
hat alles andere seinen Wert verloren.
Um seinetwillen habe ich das alles hinter mir gelassen;
es ist für mich nur noch Dreck, wenn ich bloß Christus habe.
9Mit ihm möchte ich um jeden Preis verbunden sein.
10Um Christus allein geht es mir. Ihn will ich immer besser kennen lernen:
Ich will die Kraft seiner Auferstehung erfahren,
aber auch seine Leiden möchte ich mit ihm teilen und mein Leben
ganz für Gott aufgeben, so wie es Jesus am Kreuz getan hat.“
vgl. Philipper 3,8-10

Der Apostel Paulus stellte sich also nicht die Frage: „Warum lässt Gott Leid zu?“ Sondern er stellte sich die Frage: „Wie kann ich den Gott, der meine zu erleidende Strafe am Kreuz auf sich nahm, durch das Leid in meinem Leben besser kennenlernen?“

Paulus würde lieber Leid auf sich nehmen und Jesus dadurch besser kennenlernen, als kein Leid auf sich zu nehmen und Jesus auf diese Weise nie gekannt zu haben.
Freundschaft mit Jesus war für Paulus das kostbarste, was er hatte, wofür er bereit war jeden Preis zu zahlen und alles einzubüßen.
Seine Beziehung mit Jesus gab ihm Kraft und Trost in all seinen Bedrängnissen.
Deswegen beschwerte Paulus nicht, denn er erkannte den Sinn seiner Leiden.
Aus dem Grund sagte er auch:

3…Gott, tröstet uns in all unserer Bedrängnis,
(warum?)
damit wir die trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind,
durch den Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden.“
vgl. 2. Korinther 1,3

Und der Trost, mit dem wir getröstet worden sind, ist Gott durch unser Leid besser kennengelernt zu haben. Und Gott zu kennen und eine Beziehung mit ihm zu haben, ist der Sinn unseres Lebens und der Grund, warum wir leben.
Seine Nähe zu erleben ist Balsam für unsere Seele und Heilung für unser Herz, das uns durch kein Leid dieser Welt jemals genommen werden könnte.
Gott zu erleben, ist das wahre Leben!
Amen.

Beitrag: Nico Montsho

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