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Persönliche Entwicklung

Glaubensimpuls #21 – Kann Leid uns zum Besten dienen?

Ich vermute, dass du dir diesen Glaubensimpuls durchliest, weil du momentan mit Umständen zu kämpfen hast, die dich zum Teil überwältigen.
Darum ist, es ist meine Hoffnung, dass ich dir zumindest in der Hinsicht helfen kann, eine neue Sichtweise auf deine Umstände zu bekommen, die mir ebenfalls in meinem Leben viel Kraft und Hoffnung verliehen haben.
Diese Perspektive beruht im Kern auf dem nachfolgendem Vers aus der Bibel, welcher der Apostel Paulus zu der Gemeinde in Rom geschrieben hat, die zu der Zeit unter starker Bedrängnis und Verfolgung gelitten hat.
Als Ermutigung schrieb er:

28Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen,
denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.“
Römer 8,28

Als ich über diesen Vers nachsinnen wollte, kam mir sofort folgender Gedanke in den Sinn:
„Deine Umstände sind deine Diener!“
Diesen Gedanken würde ich gerne in diesem geistlichen Impuls genauer entfalten, sodass auch du am Ende voller Glauben sagen kannst:
„Meine Umstände sind meine Diener!“

Wenn man diesen Vers ganz aufmerksam liest, dann fällt einem auf, dass uns, die Gott lieben, zwar alle Dinge zum Guten dienen, dass aber nicht alle Dinge sich immer gut anfühlen werden.
Diesen Vers kann man sehr leicht missverstehen, in dem man glaubt, dass nur, weil uns etwas zum Guten dient, dies sich automatisch auch gut und angenehm anfühlen muss.
Doch das wäre aber ein Trugschluss!
Wenn man das in seinem Herzen verstanden hat, dann ist man auch nicht verwundert und verunsichert im Glauben, wenn man in mancherlei Bedrängnis gerät, sondern man steht weiterhin fest im Glauben.
Deswegen lass dich nicht verwundern, wenn du in mancherlei Bedrängnis gerätst, als würde etwas Außergewöhnliches geschehen, denn damit `alle Dinge´für dich zum Besten dienen können, müssen aber auch `alle Dinge´ in deinem Leben geschehen. Ob sie sich gut anfühlen oder nicht.
Und wenn sie sich nicht gut anfühlen und deine Gefühle laut schreiend das Gegenteil proklamieren, dann finde dennoch Trost darin, dass sie Gutes für dich bewirken. Glaube es einfach aus dem Grund, weil unser Vater im Himmel nicht lügen kann, sondern nur die Wahrheit in seinem Wort zu uns spricht.

Gott meint es immer und in allem gut mit uns. Und Er hat es in seiner Allmacht und Souveränität so angeordnet, dass unsere Umstände unsere Diener sind, dass `alle Dinge´ unsere Diener sind, die beständig für unser Bestes arbeiten, auch wenn wir es manchmal nicht verstehen können. Aber eins können wir immer tun, nämlich es zu glauben!

Weil uns alle Dinge zum Guten dienen müssen, sagt der Apostel Paulus auch:

18Seid in allem dankbar; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.“
1. Thessalonicher 5,18

Seid in allem dankbar, weil alle Dinge euch zum Guten dienen.
Wenn wir das erkennen, dann werden wir uns auch in allen Dingen über alles freuen, ob gut oder schlecht, denn wenn sogar das Schlechte uns zum Guten dienen muss, dann ist sogar das Schlechte gut.

Paulus legt sogar einen noch obendrauf, dass wir uns nicht nur freuen, sondern sogar rühmen sollen. Er sagt nämlich:

3Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch in den Bedrängnissen, weil wir wissen,
dass die Bedrängnis standhaftes Ausharren bewirkt, 4
das standhafte Ausharren aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung.“
Römer 5,3-4

Diese positive Einstellung hatte nicht allein nur Paulus gehabt, sondern auch der Apostel Jakobus, der sagte:

2Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet,
3da ihr ja wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt.
4Das standhafte Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben,
damit ihr vollkommen und vollständig seid und es euch an nichts mangelt.“
Jakobus 1,2-4

Der Apostel Paulus und der Apostel Jakobus sind also beide vollkommen überzeugt, dass unsere Umstände uns dienen,
in dem sie uns in die vollkommene Ähnlichkeit zu Jesu Christus formen. Und in dieser Hoffnung, Gott ähnlicher zu werden durch unsere Umstände, sollen wir uns rühmen.

Möge das alle Zeit und in allen Dingen unsere Hoffnung sein, dass wir, dem Liebhaber und Erlöser unserer Seelen, eines Tages vollkommen ähneln werden, auch wenn wir dies jetzt nur ansatzweise tun.
Amen.

Beitrag: Nico Montsho

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