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David – 2. Angst-Wut-Einsamkeit

Teil 2 der Serie “David”

Wie du nicht in Panik gerätst.

Zum Weiterdenken

Wenn wir Angst haben, uns einsam fühlen oder wütend sind, scheint es uns unattraktiv, gar irrelevant, Jesus nachzufolgen. Wir lenken dann leicht unser Leben dahin, wo wir nie hinwollten, geben uns dem Verlangen hin, selbst zu handeln, wir treffen Entscheidungen, die unser Leben auf lange Sicht unglaublich kompliziert machen und laufen Gefahr, ethische und moralische Grenzen zu überschreiten. Angst, Wut und Einsamkeit haben die Macht, unser Leben zu beeinträchtigen, unsere Entschlossenheit zu untergraben und uns zu schwächen. Es wäre tatsächlich besser, in diesem Zustand nicht zu handeln, einfach innezuhalten und abzuwarten. Nicht einfach, wenn das Leben so läuft, dass wir es nicht verstehen, wenn wir Gefahr laufen, Wertvolles zu verlieren.

David war inzwischen berühmt beim Volk Israels und Saul wird eifersüchtig und beginnt, ihn zu hassen. David merkt das und bleibt der königlichen Tafel fern. Saul wird von zerstörerischer Wut gepackt und lässt ihn suchen: 1. Samuel 20, 31 (ELB): 31 ….Und nun schicke hin und lass ihn zu mir bringen, denn er ist ein Kind des Todes!

Doch Jonathan, der Sohn Sauls und Davids Freund warnt ihn. Doch was macht David? Er flieht, lügt und betrügt. Er kämpft um sein Leben, um seine Position. Er versucht die Situation selbst unter Kontrolle zu bekommen, er nimmt seine Errettung selbst in die Hand, er vertraut auf sein Ansehen, seinen Einfallsreichtum und seine List. Er hat keinen Auftrag vom König. Er hat kein Recht auf das Heilige Brot. Er gerät in Panik und vergisst, dass Gott sehr wohl in der Lage gewesen wäre, ihn ohne List und Betrug zu retten. Und nicht nur um Brot bittet David, er bittet um Waffen und bekommt das Schwert Goliath. Was war mit seiner Hoffnung geschehen? Wo ist der Junge, der mit einer Steinschleuder gegen den Riesen kämpfte, weil der HERR mit ihm war? Vergessen! In der Panik ausgelöscht! Angst, Wut, Einsamkeit: lassen wir uns von ihnen leiten, so können wir tatsächlich vergessen, welche Riesen wir schon bezwungen haben, als unsere Kämpfe noch von Gott ausgetragen wurden!

1. Samuel 21, 1-3 (ELB): 1 Und David machte sich auf und ging weg …. 2 Und David kam nach Nob, zum Priester Ahimelech. Und Ahimelech kam David aufgeregt entgegen und sagte zu ihm: Warum kommst du allein, und niemand ist bei dir? 3 Und David antwortete dem Priester Ahimelech: Der König hat mir eine Sache geboten und sagte zu mir: Niemand soll irgendetwas von der Sache wissen, in der ich dich sende und die ich dir geboten habe. ….

1. Samuel 21, 4-7 (ELB): 4 …. Gib ⟨mir⟩ fünf Brote in meine Hand oder was sich ⟨sonst⟩ vorfindet! 5 Und der Priester antwortete …. : Ich habe kein gewöhnliches Brot zur Hand, sondern nur heiliges Brot ist da. Wenn sich nur die Leute der Frau enthalten haben!

….. 6 David antwortete dem Priester und sagte zu ihm:Ja,  …. 7 Da gab ihm der Priester von dem heiligen Brot. Denn dort war kein anderes Brot als nur das Schaubrot, das vor dem HERRN nur weggenommen wird, wenn frisches Brot hingelegt wird an dem Tag, da man es wegnimmt.

1. Samuel 21, 9-10(ELB): 9 Und David sagte zu Ahimelech: Ist nicht hier unter deiner Hand ein Speer oder ein Schwert? Denn ich habe mein Schwert und meine Waffen nicht mit mir genommen, weil die Sache des Königs dringend war. 10 Und der Priester sagte: Das Schwert des Philisters Goliath, den du im Terebinthental erschlagen hast, siehe, es ist in ein Oberkleid gewickelt hinter dem Efod. Wenn du dir das nehmen willst, so nimm es! Denn außer diesem ist kein anderes hier. Und David erwiderte: Seinesgleichen gibt es nicht. Gib es mir!

Mit dem Schwert nimmt David sein Leben in die Hand. Er spürt nicht mehr, dass Gott bei ihm ist und trifft Entscheidungen, die er für den Rest seines Lebens bereuen wird. Denn er und Ahimelech werden beobachtet:

1. Samuel 21, 8 (ELB): 8 – Es war aber dort an jenem Tag ein Mann von den Knechten Sauls,…. mit Namen Doëg, der Edomiter; er war Aufseher über die Hirten Sauls.

Döeg geht zu Saul und erzählt, dass David bei Ahimelech war:

1. Samuel 22, 11-18 (ELB): 11 Da sandte der König hin und ließ den Priester Ahimelech, den Sohn Ahitubs, rufen sowie …. ⟨alle⟩ Priester in Nob. Und sie kamen alle zum König. …. Und Saul sagte zu ihm: Warum habt ihr euch gegen mich verschworen, du und der Sohn Isais, dass du ihm Brot und ein Schwert gegeben und Gott für ihn befragt hast, damit er als Verräter an mir auftreten kann, wie es heute ⟨offenkundig⟩ ist? 14 …. Denn dein Knecht hat von alldem nichts gewusst, weder Kleines noch Großes. 16 Aber der König sagte: Sterben musst du, Ahimelech, du und das ganze Haus deines Vaters! 17 Und der König sagte zu den Leibwächtern, die um ihn standen: Tretet her und tötet die Priester des HERRN, …. Aber die Knechte des Königs wollten ihre Hand nicht an die Priester des HERRN legen, …. 18 Da sprach der König zu Doeg: Wende du dich und falle über die Priester her! Und Doeg, der Edomiter, wandte sich und fiel über die Priester her, und er tötete an selbigem Tage fünfundachtzig Mann, die das leinene Ephod trugen.

David verlässt sich auf sich und fünfundachtzig Männer müssen sterben. Nur der Sohn Ahimelech kann fliehen und geht zu David:

1. Samuel 22, 22 (ELB): Da sagte David zu Abjatar: Ich wusste ⟨schon⟩ an jenem Tag, weil der Edomiter Doëg dort war, dass er es Saul sicher berichten würde. Ich bin schuldig am Tod aller aus dem Haus deines Vaters.

„Ich bin schuldig“: Dass David, der inzwischen wieder zu sich gekommen ist, seine Schuld anerkennt, macht ihn zu einem Mann nach dem Herzen Gottes. Nicht Saul ist schuld, nicht Gott ist schuld: Ich bin schuld.

Die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, fühlt sich erstmal gut an, geht aber selten gut aus.

Gehe in dich und prüfe:

Was löst die Einsamkeit, die Wut, die Angst in dir aus?

Woran denkst du dann, was du davor nie gedacht hättest?

Wo möchtest du dein Schicksal selbst in die Hand nehmen und handeln, obwohl du weißt, dass es nicht richtig ist?

Wen bringst durch dein Handeln in Gefahr, außer dir?

Was hat das für Konsequenzen?

Was würdest du jemandem in deiner Lage raten?

David hat einen Rat für dich, den gleichen, den er in seiner Panik vergaß:

Psalm 9, 10-11(NGÜ): 10 Den Unterdrückten gewährt der Herr seinen Schutz, in Zeiten der Not ist er für sie eine Burg in sicherer Höhe. 11 Auf dich, Herr, werden alle vertrauen, die dich und deinen Namen kennen, denn wer deine Nähe sucht, den lässt du nie allein.

Und Jesus auch:

Matthäus 11, 29(NGÜ): 29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin gütig und von Herzen demütig. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. 30 Denn das Joch, das ich auferlege, drückt nicht, und die Last, die ich zu tragen gebe, ist leicht.«

Wenn du dich einsam fühlst: Ich bin bei Dir!

Wenn du Angst hast, fürchte dich nicht: Ich bin bei dir!

Erinnere dich an meine Güte in deinem Leben und jetzt, wo du aufgewühlt bist, bewege dich nicht, bis der Heilige Geist dich leitet. Bewege dich nicht, bis du weißt: jetzt leitet mich Gott zu dieser Entscheidung.

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