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David – 4. Nutze deinen Einfluss

Teil 4 der Serie “David”

Wie gehen wir mit Macht, Einfluss und Autorität um?

Zum Weiterdenken

Wie wir uns verhalten, wenn wir die höchste anwesende Autorität sind, ist ein Indikator unserer geistigen Reife. Als Lehrer im Klassenzimmer, Trainer im Sportverein, Vorstandsmitglied oder Elternteil, nichts ist so abstoßend, wie Verantwortliche, die ihre Position zum eigenen Vorteil missbrauchen und die vernachlässigen, für die sie verantwortlich sind.

Tatsächlich ist es schwer zu sagen, wie wir reagieren würden, wenn man uns ausreichend Macht geben würde. Von David können wir jedoch was lernen.

Gott sandte den Propheten Samuel zu dem Bethlehemiter Isai, um unter seinen Söhnen den, den Gott ihm nennen würde, als König zu salben. Samuel lud Isai und seine Söhne zu einem Schlachtopfer ein und als erster sah er Eliab: groß, gut aussehend, und er glaubte, er könnte der Gesalbte sein. Doch Gott hatte Eliab nicht auserwählt:

Samuel 16, 7 (ELB): „7 Aber der HERR sprach zu Samuel: Sieh nicht auf sein Aussehen und auf seinen hohen Wuchs! Denn ich habe ihn verworfen. Denn ⟨der HERR sieht⟩ nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, aber der HERR sieht auf das Herz.“

Der Herr sieht das Herz, denn das ist das, was den Menschen ausmacht. Nicht seine Position, Nicht seine Macht. Sein Herz!!

So wie Eliab, wurden auch alle andere anwesenden Söhne von Isai von Gott abgelehnt.

1.Samuel 16, 11-12 (ELB): „11 Und Samuel fragte Isai: Sind das die jungen Leute alle? Er antwortete: Der Jüngste ist noch übrig, siehe, er weidet die Schafe. Und Samuel sagte zu Isai: Sende hin und lass ihn holen! Denn wir werden uns nicht zu Tisch setzen, bis er hierhergekommen ist. 12 Da sandte er hin und ließ ihn holen. Und er war rötlich und hatte schöne Augen und ein gutes Aussehen. Und der HERR sprach: Auf, salbe ihn! Denn der ist es!

Der Jüngste, fast ein Kind, das niedrigste unter den Söhnen Isais wird auserwählt.

Von klein auf wusste David, dass er zu etwas Besonderem bestimmt war. Doch es würde dauern, bis Gott seine Pläne an ihm verwirklichen würde. David tötete den Riesen Goliath, wurde berühmt und genoss 7 Jahre lang die Gunst des Königs. Dann wurde Saul eifersüchtig und ließ ihn verfolgen. David war deswegen 8 Jahre auf der Flucht und in dieser Zeit lernte er, was sein Auserwähltsein, wirklich bedeutete: nicht um David selbst ging es, nicht darum, dass David groß und mächtig werden sollte. Es ging einzig und allein darum, Gottes Pläne auszuführen, mit David als Werkzeug. David war sich immer im Klaren darüber, dass es um Gottes Willen, Gottes Wege und Gottes Zeitpunkt ging. Er verzichtete bei jeder Gelegenheit darauf, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und wartete ab, bis der Zeitpunkt kam, den Gott festgelegt hatte, um seine Verheißungen zu erfüllen:

1.Samuel 24, 4-7 (ELB): „4 Und er kam zu den Schafhürden am Weg, wo eine Höhle war, und Saul ging hinein, um seine Füße zu bedecken. David aber und seine Männer saßen hinten in der Höhle. 5 Da sagten die Männer Davids zu ihm: Siehe, das ist der Tag, von dem der HERR zu dir gesagt hat: Siehe, ich werde deinen Feind in deine Hand geben, damit du mit ihm tun kannst, wie es gut ist in deinen Augen. Und David stand auf und schnitt heimlich einen Zipfel von dem Oberkleid Sauls ab. …. 7 Und er sagte zu seinen Männern: Das sei vor dem HERRN fern von mir, dass ich so etwas an meinem Herrn, dem Gesalbten des HERRN, tun sollte, meine Hand an ihn zu legen, denn er ist der Gesalbte des HERRN!“

1.Samuel 24, 13-14 (ELB): „13 Der HERR richte zwischen mir und dir, und möge der HERR mich an dir rächen! Aber meine Hand soll nicht gegen dich sein. 14 Wie das alte Sprichwort sagt: Von den Gottlosen kommt Gottlosigkeit; aber meine Hand soll nicht gegen dich sein.“

1.Samuel 26, 7-8 (ELB): „7 Und David und Abischai kamen zu den Leuten[3] in der Nacht. Und siehe, Saul lag schlafend im ⟨innersten⟩ Lagerring, und sein Speer war an seinem Kopfende in die Erde gesteckt. Und Abner und das Volk lagen um ihn her. 8 Und Abischai sagte zu David: Heute hat Gott deinen Feind in deine Hand ausgeliefert. Nun lass mich ihn doch mit dem Speer an den Boden spießen, einmal nur! Ein zweites Mal werde ich es ihm nicht antun ⟨müssen⟩.“

1.Samuel 26, 9-10 (ELB): „9 Aber David entgegnete Abischai: Bring ihn nicht um! Denn wer könnte seine Hand gegen den Gesalbten des HERRN ausstrecken und ungestraft bleiben? 10 Und David sagte ⟨weiter⟩: So wahr der HERR lebt, sicher wird ihn der HERR schlagen, wenn seine Zeit kommt, dass er sterbe, oder er wird in den Krieg ziehen und umkommen!“

1.Samuel 26, 11 (ELB): „11 Fern sei es von mir[6] vor dem HERRN, dass ich meine Hand an den Gesalbten des HERRN legen sollte! Und nun, nimm jetzt den Speer, der an seinem Kopfende ⟨steckt⟩, und den Wasserkrug und lass uns gehen!“

David trifft Saul zweimal in Situationen, in denen der König absolut verwundbar ist. Mit Leichtigkeit hätte er sich rächen können, Saul zu töten, um König zu werden. Das hatte Gott ihm doch zugesagt! Doch David wartet ab. Er unterstellt sich Gott. Er weigert sich, den Willen Gottes zu verletzen, um das zu bekommen, was ihm versprochen wurde.

Er wartet auch ab, als Saul und Jonathan im Krieg sterben und er nur vom Stamm Juda als König anerkannt wird. Und als nach weiteren 7 Jahren Krieg, Isch-Boschets, König der 11 anderen Stämme getötet wird, lässt er die Mörder umbringen und bietet den Ältesten Israels einen Bund an. VOR DEM HERRN. David weiß genau, dass seine Macht, sein Einfluss, seine Autorität geliehen sind. Er weiß, dass Gott der wahre König ist und dass er Gott, dem Gesetz und dem Volk gegenüber verantwortlich ist. Er weiß, dass er Rechenschaft schuldig ist und dass seine Macht zum Wohle der Menschen benutzt werden muss, die ihm anvertraut sind.

2.Samuel 4, 8-12 (ELB): „8 Und sie brachten Isch-Boschets Kopf zu David nach Hebron und sagten zum König: Siehe da, der Kopf Isch-Boschets, des Sohnes Sauls, deines Feindes, der nach deinem Leben trachtete! So hat der HERR meinem Herrn, dem König, an diesem Tag Rache verschafft an Saul und seinen Nachkommen[6]. ……. 12 Und David gab seinen Dienern Befehl, und sie erschlugen sie und hieben ihnen die Hände und die Füße ab und hängten sie am Teich von Hebron auf. Isch-Boschets Kopf aber nahmen sie und begruben ihn im Grab Abners zu Hebron.“

2.Samuel 5, 1-4 (ELB): „1 Und alle Stämme Israels kamen zu David nach Hebron. …. 3 Und alle Ältesten Israels kamen zum König nach Hebron, und der König David schloss vor dem HERRN einen Bund mit ihnen in Hebron. Und sie salbten David zum König über Israel. 4 Dreißig Jahre war David alt, als er König wurde; vierzig Jahre lang war er König.“

Tausend Jahre später kommt Jesus auf die Erde. wie David gesalbt, doch nicht anerkannt. Gesalbt, doch nicht willkommen. Und beim letzten Passafest, in dem Bewusstsein der Macht, die ihm der Vater verliehen hatte, wissend, dass Er von Gott kam und zu Gott zurückkehren würde, dient Jesus den Jüngern: er wäscht ihnen die Füße.

Johannes 13, 1-5 (NGÜ): „1 Das Passafest stand nun unmittelbar bevor. Jesus wusste, dass für ihn die Zeit gekommen war, diese Welt zu verlassen und zum Vater zu gehen. Darum gab er denen, die in der Welt zu ihm gehörten und die er immer geliebt hatte, jetzt den vollkommensten Beweis seiner Liebe. 2 Er war mit seinen Jüngern beim Abendessen. Der Teufel hatte Judas, dem Sohn von Simon Iskariot, bereits den Gedanken ins Herz gegeben, Jesus zu verraten. 3 Jesus aber wusste, dass der Vater ihm Macht über alles gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und wieder zu Gott ging. 4 Er stand vom Tisch auf, zog sein Obergewand aus und band sich ein leinenes Tuch um. 5 Dann goss er Wasser in eine Waschschüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Tuch abzutrocknen, das er sich umgebunden hatte.“

Wann immer du Verantwortung trägst, wann immer du Macht hast oder Autorität, dann handle so, dass es zum Wohle anderer dient. Handle so, dass die Belange derer, die dir anvertraut sind, höher stehen, als deine eigenen Belange. Wann immer du Führung, Macht und Autorität bekommst, suche die Füße, die du waschen kannst. Denn es geht nicht um dich! Es war nie so. es wird nie so sein!

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