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David – 5. Wenn deine Träume

Teil 5 der Serie “David”

Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum!

Zum Weiterdenken

Dieser Spruch auf Davids Leben angewendet, zeigt uns viel über seine Beziehung zu Gott.

David war ein Poet, der viele Psalmen und Lieder geschrieben hat. Sicher hat er auch viele Träume für sein Leben geträumt. Mit Sicherheit aber hat er als kleiner Junge nie daran gedacht, eines Tages König von Israel zu sein. Der Prophet Samuel kam aber in das Haus seines Vaters, um nach dem Willen Gottes einen jungen Mann zum König zu salben und dieser junge Mann war David. Der jüngste vieler Söhne, den Gott auserwählt hat. Und so können auch wir uns sicher sein: egal was für einen Platz wir in unserer Familie, in unserer Umgebung haben: Gott sieht uns und Er hat einen guten Plan für uns und Er hat gute Gedanken über uns. Egal wie die Umstände sind: Gott hat die Möglichkeiten, diese Pläne zu verwirklichen.

David hat lange nicht gewusst, wie Gottes Pläne für sein Leben verwirklicht werden würden. Er war gesalbt, doch er musste lange auf den Thron Israels warten: Auch wir brauchen Zeit, wir brauchen Geduld, Durchhaltevermögen. Und wir müssen uns währenddessen treu bleiben. Auch David musste das auf seiner Reise lernen. Obwohl er stets bemüht war, den Willen Gottes zu tun, hat auch er immer wieder Übermut gezeigt. Einmal wollte er die Bundeslade nach Jerusalem bringen lassen, was gegen die Vorschriften war, er verliebt sich in eine verheiratete Frau, begeht mit ihr Ehebruch und lässt ihren Mann töten. Ein Alptraum! Wie konnte das passieren? In Davids Leben ist vieles geschehen, was er nicht in seinen schlimmsten Albträumen, aber auch nicht in seinen kühnsten Träumen erwartet hätte. Er durfte im Laufe seines Leben erkennen, dass vieles, was ihm passierte, gar nichts mit ihm zu tun hatte.

Im 2. Samuel 15 befindet sich David in einer schweren Krise: Sein Sohn Absalom verschwört sich gegen ihn:

2. Samuel 15, 13 (ELB): 13 Und ein Bote kam zu David und sagte: Das Herz der Männer von Israel steht hinter Absalom.

Aus eigener Kraft konnte David aus dieser Situation nicht mehr raus. Vieles, was er sich erträumt hatte, war inzwischen unrealisierbar geworden. Tote Kinder, Verrat….  Auch wir müssen die Tatsache akzeptieren, dass manches in unserem Leben unveränderbar ist. Der Tod geliebter Menschen, Kinderlosigkeit, Krankheit… Da können wir oft unseren Traum nicht leben. Dann brauchen wir Antworten, die uns wirklich tragen. David hat gelernt, damit umzugehen, dass nicht alles, was er sich erträumt und gewünscht hat, umsetzbar ist. Obwohl er der König ist.

2. Samuel 15, 14 (ELB): 14 Da sagte David zu all seinen Knechten, die bei ihm in Jerusalem waren: Macht euch auf und lasst uns fliehen! Denn ⟨sonst⟩ gibt es für uns kein Entkommen vor Absalom. Beeilt euch wegzukommen, damit er nicht eilends kommt und uns ⟨noch⟩ einholt und das Unheil über uns bringt und die Stadt mit der Schärfe des Schwertes schlägt!

Absalom war mit kriegerischen Absichten unterwegs nach Jerusalem. David weicht der Auseinandersetzung aus, will Blutvergießen verhindern.  David verlässt sich nicht auf sich selbst, um den weiteren Verlauf seines Lebens zu bestimmen, denn er war auch nicht aus eigener Kraft König geworden. David hat gelernt, dass es sich nicht lohnt, Blut zu vergießen, um eine Macht zu behalten, die zu behalten nicht in seiner Macht steht.

2. Samuel 15, 15-16 (ELB): 15 Da sagten die Knechte des Königs zum König: Ganz wie mein Herr, der König, entscheidet[3] – siehe, ⟨wir sind⟩ deine Knechte! 16 So zog denn der König hinaus und sein ganzes Haus in seinem Gefolge. …. 

Viele Israeliten halten David die Treue und gehen mit ihm. Der Priester Zadok, der wusste, wie sehr David die Gegenwart Gottes liebt, lässt die Bundeslade mitnehmen:

2. Samuel 15, 24 (ELB): 24 Und siehe, auch Zadok ⟨war da⟩ und mit ihm alle Leviten; die trugen die Lade des Bundes Gottes. Und sie stellten die Lade Gottes hin, und Abjatar brachte ⟨Brandopfer⟩ dar, bis das ganze ⟨Kriegs⟩volk aus der Stadt vollständig hinübergezogen war.

Doch David lässt die Lade wieder zurück in die Stadt bringen, obwohl die Menschen geglaubt haben, dass der Segen Gottes dort sei, wo sich die Bundeslade befindet.

David weiß aber, dass es nicht in seiner Macht steht, die Lade zu besitzen und zu bewegen, wie er es möchte. Er braucht keine äußeren, sichtbaren Symbole für Gottes Gegenwart. Er weiß, dass sein ganzes Leben in der Hand Gottes ist. Er weiß nicht, was mit ihm passieren wird, doch er kann darin ruhen, dass er nicht aus eigener Kraft etwas dazu beitragen kann, dass in seinem Leben der Wille Gottes geschieht.

2. Samuel 15, 25 (ELB): 25 Und der König sagte zu Zadok: Bring die Lade Gottes in die Stadt zurück! Wenn ich Gunst finde in den Augen des HERRN, dann wird er mich zurückbringen und mich ihn und seine Stätte[8] ⟨wieder⟩sehen lassen.

Wir versuchen so oft mit eigener Anstrengung, mit Gebet, mit Fasten oder mit unserer Intelligenz, Sachen zu erwirken, doch niemand kann so viel beten und fasten, dass er Gott dazu bringen würde, etwas zu tun, dass Er nicht tun möchte, und was Gott in seiner Liebe niemals vorgesehen hat:  was mit uns geschieht, liegt an der Güte Gottes. In dieser Erkenntnis findet David einen inneren Frieden, der weit über seine eigenen Möglichkeiten hinausgeht.

2. Samuel 15, 26 (ELB): 26 Wenn er aber so spricht: Ich habe kein Gefallen an dir – hier bin ich, er mag mit mir tun, wie es gut ist in seinen Augen!

„Ich habe kein Gefallen an dir“ müsste hier heißen: „Ich habe andere Pläne für dich“.

David zeigt uns, wie wir auf die unerfüllten Wünsche und die ungeklärten Dinge in unserem Leben reagieren können: Mit Gottvertrauen. Er nimmt auf seiner ungewissen Reise in seinem Herzen das tiefe Wissen um die Gegenwart Gottes mit.

Lange nach David wird der verheißene Messias kurz vor der Kreuzigung ein ähnliches Gebet sprechen: Nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe.

Ich vertraue darauf, dass Deine Pläne besser sind als alles, was ich mir erträumt habe.

Das gilt für Jesus.

Das gilt für David.

Das gilt für dich.

In einer Reise voll unerfüllter Träume, mit Gottes Gegenwart im Herzen, können wir sicher sein: wir kommen an das Ziel, das Gott für uns vorbereitet hat.

Lege dein restliches Leben in die Hand Gottes, Der dich liebt!

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