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David – 3. Vergelte Böses mit Gutem

Teil 3 der Serie “David”

„Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu“.

Zum Weiterdenken

Ein Spruch, der die Kindheit von vielen begleitet hat, ein Spruch, den sogar Jesus, etwas abgewandelt, benutzt: Behandle die Menschen so, wie du auch behandelt werden möchtest.

Ein Spruch, der uns verführt zu glauben, dass, wenn wir Gutes tun, ein Recht darauf hätten, auch Gutes zurück zu bekommen. Doch es ist nicht so:

Der Prophet Samuel ist gestorben, David ist immer noch auf der Flucht, nirgends willkommen. Mit ca. 600 Männer, lässt er sich in Maon nieder, wo auch der reiche Nabal seine Herden hat.

Gerade hält sich Nabal in Karmel auf, um seine Schafe zu scheren und David, der als Hirtenjunge die gute Stimmung und das reichliche Essen in dieser Zeit kennt, schickt 10 Männer zu Nabal und bittet ihn um Gaben. Die Männer kommen in Frieden, mit Worten des Segens. Sie haben die ganze Zeit darauf geachtet, dass den Hirten und den Tieren von Nabal nichts geschieht. Sie haben nie Nabals Tiere gestohlen, um sie zu essen und gehen davon aus, auch freundlich empfangen zu werden. Doch Nabal ist böse, er beleidigt die Boten und David selbst, verspottet und verhöhnt ihn, obwohl er genau weiß, wer David ist und schickt die Männer mit leeren Händen weg.

Samuel 25, 12-13 (ELB): „12 Und die Leute Davids machten sich wieder auf ihren Weg und kehrten zurück. Und als sie ankamen, berichteten sie ihm, was alles geschehen war. 13 Da sagte David zu seinen Männern: ⟨Es⟩ gürte sich jeder sein Schwert um! Und jeder gürtete sich sein Schwert um, und auch David gürtete sich sein Schwert um. Und sie zogen hinauf, hinter David her, etwa vierhundert Mann, während zweihundert bei dem Tross blieben.“

Was du nicht willst……..Hier zeigt sich die falsche Logik des Spruches: David war Nabal gegenüber positiv gewesen, er hatte ihn mit Worten und Taten gesegnet, seinen Reichtum bewahrt und erwartet jetzt  auch Gutes von Nabal. Doch der Auftrag des Spruches und auch, was Jesus sagt, „Behandle die Menschen so…. „geht nur an uns. Es wird nur uns gesagt, wie wir uns verhalten sollen. Davon, was die anderen zu tun haben, steht kein Wort. Nabal ist nicht dazu verpflichtet, gut zu David zu sein. Unsere Mitmenschen sind nicht verpflichtet, uns Gutes mit Gutem zurück zu zahlen. Wie ungerecht! Wie ärgerlich.

Auch David lässt sich vom Zorn packen, will Gerechtigkeit für sich und seine Männer erzwingen.  Doch Abigajil wendet die Situation. Sobald sie erfährt, was geschehen ist, reagiert sie schnell und angemessen.:

1.Samuel 25, 14-18 (ELB): „14 Aber einer von den Leuten berichtete der Abigajil, der Frau Nabals: Siehe, David hat Boten aus der Wüste gesandt, um unseren Herrn zu grüßen; aber er hat sie angeschrien. 15 Und doch sind die Männer sehr gut zu uns gewesen. …. 17 Und nun erkenne und sieh zu, was du tun kannst! Denn das Unglück ist ⟨gewiss⟩ über unsern Herrn und über sein ganzes Haus beschlossen. ….. 18 Da eilte Abigajil und nahm zweihundert Brote, zwei Schläuche Wein, fünf zubereitete Schafe, fünf Maß Röstkorn, hundert Rosinenkuchen und zweihundert Feigenkuchen und lud sie auf Esel.“

Sie, die eigentlich die Vermögende ist, diejenige, die Hausrecht und offensichtlich Verwaltungsgewalt über die Güter des Hauses hat, trifft auf einen wütenden David, der in seinem Zorn fest entschlossen ist, ein Blutbad anzurichten und demütigt sich, ordnet sich unter. Abigajil konfrontiert David nicht; sie bittet, sie bringt ihn dazu, innezuhalten.

Eine sehr wichtige Strategie: Nicht auf die eigene Macht, nicht auf die eigene Position, Rechte und Fähigkeiten zu beharren, sondern den anderen zu sehen und dort abzuholen, wo er gerade steht:

1.Samuel 25, 20-25(ELB): „20 …. da kamen David und seine Männer ihr entgegen, sodass sie auf sie stieß. 21 David aber hatte gedacht: Fürwahr, umsonst habe ich alles behütet, …. er hat mir Gutes mit Bösem vergolten. 22 So tue Gott den Feinden Davids, …. wenn ich von allem, was ihm gehört, bis zum Morgen einen übrig lasse, der männlich ist!23 Als Abigajil David sah, stieg sie eilends vom Esel herab, fiel vor David auf ihr Angesicht und beugte sich zur Erde nieder. 24 Sie fiel ihm zu Füßen und sagte: Auf mich allein, mein Herr, ⟨falle⟩ die Schuld! Lass doch deine Magd reden vor deinen Ohren und höre die Worte deiner Magd! 25 Mein Herr ärgere sich doch nicht über diesen boshaften Menschen, ….  Nabal ist sein Name, und Torheit ist bei ihm. Ich aber, deine Magd, habe die Leute meines Herrn nicht gesehen, die du gesandt hast.“

Abigajil segnet David, indem sie ihn daran hindert, Böses zu tun. Sie bringt ihn dazu, sich für das Gute zu entscheiden, erinnert ihn an die Verheißungen Gottes, denn jeder wusste, dass David eines Tages König sein würde, doch das sollte nicht geschehen, indem er sich mit dem Schwert selbst dazu geholfen hätte. Wenn er, David, Kriege führen sollte, so sollten es die Kriege Gottes sein, und wollte er Anliegen vertreten, so sollten es die Anliegen Gottes sein und nicht der Befriedigung der eigenen Bedürfnisse dienen.

1.Samuel 25, 26-31 (ELB): „26 Nun aber, mein Herr, so wahr der HERR lebt und du selbst lebst, der HERR hat dich davor bewahrt, in Blutschuld zu geraten und dir mit eigener Hand zu helfen! ….27 Hier nun ist das Segensgeschenk, ….28 Vergib doch deiner Magd die Anmaßung! Denn sicher wird der HERR meinem Herrn ein beständiges Haus bauen, weil mein Herr die Kämpfe des HERRN kämpft. Und möge dein Leben lang nichts Böses an dir gefunden werden!29 ….so möge das Leben meines Herrn eingebunden sein in das Bündel der Lebendigen bei dem HERRN, deinem Gott!….30 Und es wird geschehen, wenn der HERR meinem Herrn all das Gute tun wird, das er dir zugesagt hat, und dich zum Fürsten über Israel bestellt, 31 so wird dir, meinem Herrn, das kein Anstoß und ⟨kein⟩ Vorwurf des Herzens sein, dass du ohne Ursache Blut vergossen habest und dass mein Herr sich mit eigener Hand geholfen habe. Und wenn der HERR meinem Herrn wohltun wird, so denke an deine Magd!“

Und David lässt sich von der Demut und von der Großzügigkeit  Abigajils erreichen. Er lässt von seiner falschen Logik ab, sieht ein, dass es sinnlos ist, selbst für Gerechtigkeit zu sorgen. Er überlässt es Gott, zu handeln.

1.Samuel 25, 32-42 (ELB): „32 Und David sagte zu Abigajil: Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, der dich an diesem Tag mir entgegen gesandt hat! 33 Und gepriesen[ sei deine Klugheit, und gepriesen seist du, dass du mich heute davon zurückgehalten hast, in Blutschuld zu geraten und mir mit meiner ⟨eigenen⟩ Hand zu helfen! 34 …. Wenn du mir nicht eilends entgegengekommen wärest, so wäre …. nicht ⟨einer⟩, der männlich ist, übrig geblieben! 35 Und David nahm aus ihrer Hand, was sie ihm mitgebracht hatte, und sagte zu ihr: Zieh in Frieden hinauf in dein Haus! ….

37 Und es geschah am Morgen, als der Rausch von Nabal gewichen war, berichtete ihm seine Frau alles. Da erstarb sein Herz—- nach ungefähr zehn Tagen, da schlug der HERR den Nabal, sodass er starb. 39 Und als David hörte, dass Nabal gestorben sei, sagte er: Gepriesen sei der HERR, der meine Schmach an Nabal gerächt und seinen Knecht von einer bösen Tat abgehalten hat! Die böse Tat Nabals hat der HERR auf seinen ⟨eigenen⟩ Kopf zurückfallen lassen. Und David sandte hin und warb um Abigajil, um sie sich zur Frau zu nehmen. …. 42 Und Abigajil…….. wurde seine Frau.“

Die Herausforderung ist: wann immer du in deinem Leben etwas tun möchtest, um dich zu rächen und für dich Gerechtigkeit zu schaffen, halte inne! Jesus hat uns so viel Gutes getan, auch wenn wir es nicht verdient haben, auch wenn wir uns nicht gut verhalten haben! Wir können nur von uns selbst verlangen, Gutes zu tun. Von keinem sonst.

Vergelte deswegen Böses nicht mit Bösem. Vergelte es mit Gutem!

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